Gemeinde Erligheim

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Qualifikationsnachweis

F√ľr die Vergabe eines √∂ffentlichen Auftrags spielen eine gro√üe Rolle:

  • Fachkunde (Bef√§higung und Erlaubnis zur Berufsaus√ľbung),
  • Leistungsf√§higkeit (wirtschaftliche, finanzielle und technische) und
  • Zuverl√§ssigkeit.

Welche Nachweise f√ľr die entsprechende Ausschreibung erforderlich sind, erfahren Sie in den Ausschreibungsunterlagen. Ihre Fachkunde k√∂nnen Sie beispielsweise nachweisen, indem Sie belegen, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten drei Jahren an Weiterbildungsma√ünahmen teilgenommen und so besondere fachliche Qualifikationen erworben haben. Auch sollten Sie eine m√∂glichst aktuelle Referenzliste aus Ihrem Leistungsbereich zusammenstellen. Die Referenzen dienen als Beleg daf√ľr, dass Sie vergleichbare Leistungen schon erfolgreich erbracht haben und voraussichtlich auch den zu vergebenden Auftrag zufriedenstellend erledigen werden.

Tipp: Geben Sie idealerweise mindestens drei aktuelle Referenzen an, mit im wesentlichen vergleichbaren Leistungen.

Ihre Leistungsf√§higkeit k√∂nnen Sie beispielsweise durch Angabe des Umsatzes der letzten drei abgeschlossenen Gesch√§ftsjahre nachweisen. Auch die technische Ausr√ľstung, die Ihnen zur Verf√ľgung steht und die Besch√§ftigungszahl Ihres Unternehmens k√∂nnen hier eine Rolle spielen. Je nach Auftrag werden Sie auch Ausz√ľge aus dem Gewerberegister, Nachweise √ľber die Zahlung von Sozialversicherungsbeitr√§gen und √ľber das Bestehen einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung und gegebenenfalls eine Tariftreue- und Mindestentgeltverpflichtung vorlegen m√ľssen. Es d√ľrfen aber nur solche Unterlagen und Angaben gefordert werden, die durch den Gegenstand des Auftrags gerechtfertigt sind.

Als Nachweise der Eignung können in der Regel Eigenerklärungen vorgelegt werden.

Ausschluss von Bietern

Von der Teilnahme am Wettbewerb können Bieter beispielsweise ausgeschlossen werden, wenn

  • √ľber deren Verm√∂gen das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares Verfahren er√∂ffnet worden beziehungsweise die Er√∂ffnung beantragt ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde,
  • deren Unternehmen sich in Liquidation befindet,
  • die nachweislich eine schwere Verfehlung begangen haben,
  • die ihrer Verpflichtung zur Steuer- und Abgabenzahlung oder Zahlung zur gesetzlichen Sozialversicherung nicht nachgekommen sind oder
  • die im Vergabeverfahren unrichtige Angaben gemacht haben.

Es ist empfehlenswert, dass Sie Ihre Unterlagen regelmäßig erneuern (z.B. elektronische Dokumentenverwaltung mit Erinnerungsfunktion). So können Sie sicherstellen, dass Sie die aktuellen Dokumente schnell zusammenstellen können.

Nicht geeignete bietende Unternehmen werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.

Präqualifikationsverfahren

Es ist zudem m√∂glich, an einem Pr√§qualifikationsverfahren teilzunehmen. Die √∂ffentlichen Auftraggeber akzeptieren vielfach die Zertifikate, die von den Industrie- und Handelskammern und den Auftragsberatungsstellen √ľber die Aufnahme in die Pr√§qualifizierungsdatenbank oder vom Verein f√ľr die Pr√§qualifikation von Bauunternehmen e.V. sowie von der Ingenieurkammer ausgestellt werden. Dadurch m√ľssen die beteiligten Unternehmen nicht bei jeder √∂ffentlichen Ausschreibung erneut Qualifikationsnachweise erbringen, sondern k√∂nnen auf das Pr√§qualifikationsverfahren verweisen. Dies kann bei h√§ufigen Bewerbungen kosteng√ľnstiger und weniger zeitaufwendig sein.

Verfahren:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Wirtschaftsministerium hat ihn am 28.10.2019 freigegeben.